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...zuhören ohne dazu zu gehören
Von Desertrock über Gangsterrap, hin zu Schlagern und Märschen, von Cooljazz zu Noise und Porn/Grindcore – hawaiianische Ritualgesänge und Fanfaren, wie sie einst wohl Julius Caesar vernommen hat: Nichts musikalisch Gerechtfertigtes soll verworfen werden...denn das ist Disco Volante! Lautmalerisch unterlegt mit Filmsequenzen lösen wir uns vom klassischen Inforadio „Tu dies lass Jenes, Krieg hier – Ölpest da“ - eine akustische Reise durch die fabulöse Welt der Musik, wo Musik noch Musik sein darf, ohne Scheuklappen....denn das ist Disco Volante! Wo die Romantik den Hardfacts süffisant grinsend ein Bein stellt: Realität als letzter Zufluchtsort für Weicheier – träumen statt handeln...denn das ist – und bleibt – Disco Volante!
Nichts desto trotz – oder aber genau deshalb!?! – muss sich Disco Volante den großen Dingen des Lebens quer entgegenstellen: Liebe, Tod, Hass, Verzweiflung und Kaufverhalten der Dorfjugend werden ordentlich aufs Korn genommen. Humor im Stachelkleid, Humor, der nicht immer als solches erkannt werden will und Humor für Randgruppen. Nichts ist mehr heilig. Darauf aufbauend errichten wir Mauern aus Zynismus und Sarkasmus, auf dass wir unseren Hörern nicht schutzlos ausgeliefert sind. Versagen zelebrieren.
Verkomplizierter ausgedrückt könnte man sagen, man kann hier alles hören ohne deswegen zu einer bestimmten Gruppen gehören zu müssen – da darf der Papst gerne im Kettenhemd zu Dismember tanzen und eingefleischte Metalsäue sind eingeladen sich kopfnickend von Cal Tjader einlullen zu lassen – kurzum: einfach zuhören ohne dazu zu gehören...
...eben Disco Volante!
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